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Moderne und rationelle Instrumenten-Hygiene in der med. Fußpflegepraxis
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Inhalt:
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Kriterien der Desinfektion
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Praktischer Ablauf
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Resümee
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Erfahrungsbericht - Thermodesinfektion
Seit Mitte 1999 haben wir den Miele G 7830 TD Reinigungs- und Desinfektionsautomat in unserer Praxis im täglichen Gebrauch. Im Rahmen der Tätigkeit auf dem
Gebiet der med. Fußpflege fällt täglich eine Menge von Instrumenten an. Um das leidige, manuelle Aufbereiten der Instrumente zu rationalisieren, suchten wir lange nach einem passenden Gerät.
Wir machten uns grosse Mühe, um möglichst neutrale Referenzen über solche Geräte in der Praxis zu erhalten. Die bekamen wir auch vom Hygiene-Beauftragten der Klinik am Eichert in Göppingen. Alle
Recherchen liefen auf die Bestätigung hinaus, dass der Name “Miele” untrennbar mit solch einem Gerät verbunden ist. Der grosse Bruder unseres Gerätes, der Miele Desinfektor G 7782 hat sich ja über
viele Jahre in fortschrittlichen Arzt-, Zahnarztpraxen, in ambulanten OP-Zentren und Kliniken bestens bewährt. Inzwischen wurde der G 7830 TD als kompaktes 45 cm breites Gerät entwickelt.
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Bild: Der Miele Reinigungs- und Desinfektionsautomat G 7830TD
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Wir wollten es wissen, wie sich diese Möglichkeit der maschinellen Instrumentenaufbereitung mit standardisiertem Dekontaminationsverfahren in der Med. Fußpflegepraxis
anwenden lässt. Selbstverständlich wird in unserer Podologiepraxis mit sterilen Instrumenten gearbeitet. Nun ist es auch heute noch gängige Praxis, dass man die Instrumente nach dem Gebrauch in
eine Desinfektionswanne mit der entsprechenden Instrumendesinfektionslösung einlegt, sie danach reinigt und trocknet. Anschliessend wird das Instrumentarium der Sterilisation (Heisslufsterilisation oder
Autoclav) unterzogen. Dabei ist der Prozess der Desinfektion nicht immer als ganz sicher anzusehen, d. h. bei einem korrekten Neuansatz des Desinfektionsbades war die Wirkung sicher gegeben, aber was war
nach einem Tag? Wie sieht es nach Einlegen von mehreren Instrumentensätzen aus? War die Desinfektionswirkung da noch als sicher anzusehen?
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Kriterien der Desinfektion
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Bei den Miele Reinigungs- und Desinfektionsautomaten läuft ein standardisiertes Desinfektionsprogramm ab, an dessen Ende als Ergebnis eine vollwertige Desinfektion
steht – absolut sicher, wenn das Programm erfolgreich abgelaufen ist. Dies wird überwacht und durch ein optisches Kontrollsignal angezeigt. Die geforderte Bedingung,
die eine Desinfektion erfüllen muss, wird so definiert, dass eine Reduktion der Keimzahl um den Faktor 105 (Reduktionsfaktor 5) gegeben ist. Die Miele Thermodesinfektion schafft eine
Reduktion um den Faktor 107 bis 108 (Reduktionsfaktor 7-8), also einen sehr hohen Standard. Die thermische Desinfektion im G 7830 TD geschieht bei 93°C mit
10 Min. Haltezeit, gemäss § 10c BseuchG mit fungizider, bakterizider und viruzider Wirkung.
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Bild: Das beladene Gerät kann zum Reinigungs- und Desinfektions-programm gestartet werden.
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Rein äusserlich unterscheidet sich der Miele Reinigungs- u. Desinfektionsautomat nicht von einer üblichen Haushaltspülmaschine. Das Innenleben jedoch ist ganz auf
Professionalität ausgelegt, hier wären nur als wichtigste Punkte zu nennen: Eine stärkere Umwälzpumpe sorgt für den intensiveren Sprühstrahl, der eine kraftvolle Reinigung mit kurzer Laufzeit garantiert.
Es ist ein Refreshprogramm integriert, bei dem die Instrumente durch Behandlung mit einem Neutralisationsmittel eine Oberfläche bekommen, die sie “fast wie neu” erscheinen lässt ! Eine wesentliche
Vorbedingung von Seiten unserer Instrumente muss gegeben sein; sie müssen durchweg die Qualität “rostfreier Edelstahl”
tragen. Dies ist aber heute auch kein Problem mehr, denn man bekommt die wichtigsten Figuren unseres Instrumentariums aus Inox Edelstahl. Das gleiche gilt auch für die Schleifer und Fräser. Da in unserer Praxis bisher schon zum grössten Teil rostfreie Diamat-
schleifer zum Einsatz kommen, sind es nur noch sehr wenige Schleifer-Figuren, die diese Bedingung nicht erfüllen. Hier rechnen wir aber in absehbarer Zeit mit weiteren Verbesserungen von Seiten der
Industrie. Geschieht es, dass in die Maschine ein Instrument oder ein Fräser gerät, der rosten kann, kommt es zu Bildung von Flugrost. Dieser ist insofern gefährlich, als dass er sich auch an noch so
gute Inox-Instrumente setzen kann und damit das betreffende, wertvolle Instrument beschädigt.
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Praktischer Ablauf
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Der Ablauf in der täglichen Praxis sieht nun folgendermassen aus. Wir haben für jeden Patienten einen kompletten Instrumentensatz zur Verfügung
, der vorher hygienisch optimal behandelt wurde (Thermodesinfektion + Sterilisation). Der Instrumentensatz besteht aus der grossen Nagelzange, einer spitzen Eckenzange, einer Hautzange, einer
Splitterpinzette nach Feilchenfeld, einem Skalpellgriff mit Klinge und einem Nagelspalter. Dies sind eigentlich die Instrumente, die wir immer für eine Standard-Behandlung benötigen, die Kosten eines
Satzes liegen bei ca. 400.-€. Dieser Instrumentensatz ist auf einem Festopas Tray vorbereitet und liegt eingeschlagen in einem weissen Frottee(Gäste)Tuch. Die Trays werden staubfrei in einem
Schrank gelagert, bis sie zu Einsatz kommen.
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Bild: Für jeden Patienten steht ein kompletter Instrumenten- satz zur Verfügung
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Zu jedem Arbeitsgang wird das entsprechende Instrument entnommen, jedes benutzte Instrument wird oben abgelegt. Wir haben so viele Instrumentensätze zur Verfügung, dass
wir je nach Zahl der Behandler einen halben, oder gar einen ganzen Tag damit auskommen. Für den nächsten Patienten wird dann wieder ein neues Tablett vom Stapel genommen. Die gesammelten Trays mit
den benutzten Instrumenten werden in einer Pause im Hygieneraum in die entsprechenden mitgelieferten Behältnisse (Körbe, Ständer) sortiert.
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Bild: In praktischen Einsätzen und Siebschalen werden die gebrauchten Instrumente sortiert
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Ist der Vorrat an Instrumenten erschöpft, wird der Desinfektions-automat beladen, nach Zugabe von Reinigungspulver gestartet. Der Automat läuft bei uns mit dem Programm
Desin 93. Es durchläuft diverse Reinigungsphasen um dann auf 93°C erhitzt zu werden. Diese Temperatur wird 10Min gehalten. Ist das Programm vorschriftsmässig durchgelaufen, wir dies durch eine
Kontrollampe signalisiert. Das bedeutet, dass die Instrumente jetzt den höchsten Standard einer Desinfektion haben. Es ist jedesmal aufs Neue eine Freude, die Instrumente aus der Maschine zu
entnehmen und auf den Trays herzurichten. Das Ergebnis der Miele G7830 TD ist hervorragend, man glaubt nicht, dass die Instrumente vorher schon einmal benutzt wurden. Es sind eigentlich “neue”
Instrumente, die man aus der Maschine entnimmt. Kritische Stellen, die mit den früher angewandten Methoden selten ein befriedigendes Ergebnis brachten, sind heute optimal. z. B. wären hier die
Querrillen in der Spitze der Splitterpinzette zu nennen. Hier sammeln sich ja durch die Tätigkeit allerlei Hautreste an, die in den Rillen sehr fest sitzen. Für unsre Miele ist dies kein Problem.
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Bild: Selbst kritische Stellen, wie die Querrillen in der Spitze der Splitterpinzette, sind für die Maschine kein Problem
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Ein weiterer kritischer Punkt zum Reinigen sind die Fräser und Schleifer. Auch hier leistet die Miele erstaunliches. Am Arbeitsplatz werden die benutzten Schleifer in
einem Fräsator ins Bohricin Bad abgeworfen, und kommen dann später in die Miele. Alle “glatten” Oberflächen, wie die Schneiden von Nagel-zangen, Hautzangen, Skalpellgriffen, sind überhaupt kein
Problem. Wir benutzen Instrumente mit einer mattierten Oberfläche. Das Refreshprogramm hält da wirklich was es verspricht - makellose Oberflächen, ohne Flecken, ohne Trübungen, einfach ästhetisch.
Dieses Ergebnis begeistert nicht nur den Therapeuten, sondern überzeugt, beeindruckt den Patienten von der angewandten Hygienemassnahme.
Auffällig ist auch, dass die schneidenden Instrumente länger scharf bleiben, gerade bei den Nagelspaltern ist dies gut festzustellen, aber auch die feinen Spitzen der
Splitterpinzetten behalten länger ihren “Biss”. Ausser den Instrumenten, war seither ja auch noch das hygienische Behandeln von Ablageschalen, unserer Abfallglaszylinder, Instrumententrays,
Fräsatoren, ein lästiges Unterfangen. Hier werden diese Utensilien einfach mit in die Maschine gegeben und man hat auch hier ein einwandfreies Ergebnis.
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Resümee:
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Wir sind sehr froh darüber, dass wir mit dem Miele Reinigungs- u. Desifektionsautomaten G 7830 TD für unsere Praxis endlich ein Gerät bekommen haben, das uns die
hygienisch geforderten Massnahmen rationalisiert. Dadurch bekommen wir jeden Tag fast eine Stunde früheren Feierabend geschenkt, obendrein mit dem guten Gefühl, das Optimum an Instrumentendesifektion
erreicht zu haben. Neben der Ersparnis an Zeit, kommt es zur Einsparung nichtgeringer Kosten für Desinfektionsmittel; nicht zuletzt erspart man auch der Umwelt eine hohe Belastung. Die Gefahr einer
Infektion des Personals, wie sie bei der manuellen Aufbereitung besteht, ist minimiert. Die Thermodesinfektion ist wohl die schonendste Art eines Instrumenten Dekontaminationsverfahrens, was diese uns
mit höherer Lebensdauer danken.
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Weitere Informationen direkt beim Hersteller:
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Miele & Cie. GmbH & Co
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