ElektrogalvanischesBad

Elektrogalvanisches Bad oder der andere Begriff:
Die  Leitungswasser-Iontophorese als physikalische Massnahme bei Fußschweiß(Hyperhidrosis pedum)

Hyperhidrose(übermässige Schweissbildung) kann sich an den Füßen ausleben(Hyperhidrosis pedum), dann hat der Podologe damit zu tun, es gibt aber auch Fälle, wo sich das Problem an den Händen auswirkt(Hyperhidrosis manuum) aber auch beides zusammen ist möglich.
Man geht davon aus, dass es sich bei Hyperhidrosis um eine vegetative Fehlsteuerung handelt, die zur übermässigen Schweissbildung führt, an der die Betroffen wirklich zu leiden haben. Oftmals liegen Probleme auf psycho-sozialer oder hormoneller Ebene, deshalb ist eine Behandlung mit der Leitungswasser-Iontophorese nur symptomatisch, d. h. wir können die tieferen Ursachen nicht ändern. Allerdings ist unsere Erfahrung, besonders bei jugendlichen Patienten, sehr positiv. Für eine deutliche Besserung sind die Betroffenen wirklich sehr dankbar, im Falle eines Rezidives wird dann die Therapie wiederholt.
Bei der Leitungswasser-Iontophorese kommt ein galvanischer Strom(Gleichstrom) zur Anwendung - deshalb auch der Begriff “Elektrogalvanisches Bad”(EgB).
Die Eigenschaft des galvanischen Stromes ist, dass er nur in eine Richtung fliesst, d. h. es ist im EgB festgelegt von einer Elektrode zur anderen. Dabei richten sich die im Wasser befindenden Ionen (positiv oder negativ geladene Atome bzw. Moleküle) nach der gegensätzlichen Polung der Elektroden aus. Das bedeutet, die negativen Ionen(Anionen) im Wasser wandern zur Anode(hat positive Ladung) und die positiven Kationen wandern zur Kathode (weil diese negativ ist).
Letztlich erklärt sich durch diese Tatsache, dass die im Wasser gelösten Ionen, z. B. Ca+, MG+, Na+, Cl- usw., während des EgB in die Haut eingeschleust werden. Dort nehmen sie Einfluss auf die Membranpotenziale der Zellen. In den Zellen herrschen nämlich unterschiedliche Ladungszustände, dabei ist die Zellmembran an ihrer Aussenseite positiv und an der Innenseite negativ geladen.  Durch die Änderung der Ladung werden entsprechende biochemische Aktionen in der Zelle gesteuert, in unserem Falle sind dies Veränderungen, die sich auf das Krankheitsbild bessernd auswirken. Dem galvanischen Strom wird zugesprochen, dass er leicht desensibilisieren wirkt und damit auf die überreizten Schweissdrüsen harmonisierenden Einfluss hat.

 

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Die Anwendung

Praktisch sieht dies so aus, dass beide Behandlungswannen ca. 3-4cm hoch mit lauwarmem Wasser befüllt werden.
Die Plattenelektroden werden über die Elektrodenkabel mit Steuergerät verbunden.

Der Patient stellt jeweils einen Fuß in die mit Wasser gefüllte Behandlungswanne. Nach dem Einschalten fliesst ein schwacher(total ungefährlicher) Gleichstrom, der entsprechend dem Empfinden des Patienten einreguliert wird. Dieser nimmt ein Kribbeln war, das aber unbedingt im angenehmen Empfindungsbereich des Patienten liegen muss.
Die Behandlungsdauer beträgt ca. 10-15 Minuten.
Bei gravierenden Beschwerden sollte der Patient am Anfang täglich baden, sonst ist jeden 2. Tag ein gutes Mass.
10-12 Behandlungen sollten es trotz Masshalten im Gesundheitswesen unbedingt sein.

Dienstleistung Podologie

 

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