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Festschrift zum 50jährigen Jubiläum 1999
Liebe Patientin - Lieber Patient !
Aus Anlass unseres 50jährigen Jubiläums im Jahre 1999, haben wir einmal den “Lebenslauf” unserer Massage- u. Fußpflegepraxis zusammengetragen,
auf dem Sie ja ein mehr oder weniger langes Stück Weges mitgegangen sind.
Wir Eckle’s möchten uns damit bei Ihnen, für Ihre Treue, ganz herzlich
bedanken, denn Sie spielen ja hierbei, als unser Patient, eine bedeutende Rolle.
Es begann am 1.1.1949, als Vater Georg Eckle von einer Kollegin in
Geislingen/Steige eine Massage-Praxis übernahm. Für den Patientenstamm zahlte er keinen geringen Ablösungsbetrag. Sein Problem war aber, dass es
zu der damaligen Zeit in Geislingen absolut unmöglich war, dass sich eine “anständige” Frau von einem Mann behandeln ließ. Georg Eckle, der bis dahin im Städtischen Mineralbad am Kursaal in Bad Cannstatt tätig war,
konnte mit dieser Einstellung nicht rechnen, denn in der Grossstadt war dies überhaupt kein Thema. Allein durch die Einkünfte aus der Massage-Praxis war die Existenz nicht
gesichert, so dass er sich auf das 2. Standbein - die Fußpflege - besann.
An der Massage-Schule erlernt, in Stuttgart schon ausgeübt, war er nun froh um die Erweiterung in dieses Gebiet. Aus der damaligen Zeit weiß Georg Eckle noch zu berichten, daß er an
Litfaßsäulen Plakate aufhängen liess, mit dem Motto “Fußpflege ist kein Luxus”
was übrigens auch heute noch Gültigkeit hat. Am Anfang nur durch ein Fahrrad mobil, versorgte er selbst entfernte Gebiete, wie z. B. das gesamte Täle, ebenso Eybach - Böhmenkirch -
Steinenkirch. Das war schon manchmal eine Plagerei, mit der nötigen “Minipraxis” als Koffer auf dem Gepäckträger - oder manchmal auch den Lichtkasten, wenn es ein Massage-Patient war.
Später bekam er dann ein Motorrad, das manchen freilaufenden Hund dazu animierte, eine Verfolgungsjagd aufzunehmen, für beide ein spannendes Abenteuer.
1952 bekam er dann sein erstes Auto, einen Lloyd, bekannt unter der Bezeichnung “Leukoplastbomber”. Sehr schwer war es auch, den Geislingern und der Landbevölkerung im
Umkreis (“eba von dr Alb ra”) beizubringen, sich auf Vorbestellung behandeln zu lassen. So kam es dann manchmal zu entsprechenden Stosszeiten, in denen das Wartezimmer gerammelt voll war. Schwierig wurde
es, wenn sich 10-12 Personen im Wartezimmer angesammelt hatten und dann noch der Direktor der WMF dazukam. “Der kommt natürlich sofort dran” - er hatte ja auch einen Termin gemacht.
Eine Aussenstelle in Deggingen wurde jahrelang mit versorgt. In einem Nebenzimmer der Gaststätte “Rose” fand einmal im Monat ein regelrechter “Fußpflegezirkus” statt. Man stelle sich dies bitte bildlich folgendermassen vor.
Inmitten des Nebenzimmers stand ein grosses Podest, auf dem Patient und Behandler erhöht Platz fanden. Die Wartenden wurden in der nebenliegenden Gasstätte von der Wirtin mit Getränken versorgt. Man war
wie eine grosse Familie, und durch die offene Tür wurde manch witzige Bemerkung in die “Arena” geworfen. Mancher “Schmerzensschrei” eines gerade behandelnden Patient erregte Aufmerksamkeit und Mitgefühl der
Wartenden. 1956 wurde Georg Eckle, er war damals Landesvorsitzender des Fußpfleger-Verbandes, von einem Herrn Schöllhorn aus Göppingen angesprochen,
dass er seine Praxis abgeben wolle. Schöllhorn hatte die Fußpflegepraxis in der Schützenstraße (neben Café Pflugfelder) von seinem Vater übernommen
, wollte aber wieder in seinen ursprünglichen Beruf als Ingenieur zur Firma Böhringer zurück. Maria und Georg Eckle vereinbarten einen Termin, um
sich Einblick in die Buchführung zu verschaffen. Sofort wurde klar, dass sie diese Praxis selber übernehmen wollten. 7 Jahre liefen die Praxen in Geislingen und Göppingen parallel, unterstützt
von Ehefrau Maria und weiteren Angestellten. Dabei war Göppingen einfach der attraktivere Standort. Hier konnte man eine Bestellpraxis führen und die Menschen waren schon fast “großstädtisch”.
1963 war dann der Absprung vollzogen, man konnte sich nun ganz auf die Göppinger Praxis konzentrieren. 1966 gab es dann einen grossen Umzug von der Schützenstraße in die
Hauptstraße 36 (neben Hut Lang). Sohn Günter, der damals beim Umzug und Einrichten half, erlebte ganz bewusst den sehr harmonischen Umgang zwischen den Eltern und Patienten. Hier fiel dann auch die Entscheidung,
dass er in die Fußstapfen des Vaters treten und Masseur werden wollte. 1971 musste die Praxis nochmals, nur für 2 Jahre, in die untere Freihofstraße (Haus Rheinelektra) umziehen, da der Neubau des
zukünftigen Standorts im Staufen-Center sich stark verzögert hatte. Einen Vorteil hatten die neuen Räume, sie waren erheblich grösser, denn es gab ja auch Verstärkung durch Günter Eckle und seine Frau Christa. Den letzten Umzug gab es dann 1973 ins Staufen-Center, dem jetzigen Sitz der Praxis, in der Bleichstraße 10/1. 50 Jahre Praxis bedeutet nicht unbedingt “altbacken”,
sondern eher : Grosse Praxiserfahrung, Wissen, das von “den Alten auf die Jungen” übertragen wird. Im
Tätigkeitsbereich med. Fußpflege bringt es die ständige Auseinandersetzung mit unseren Schülern, im Fortbildungszentrum für med. Fußpflege Georg u. Günter Eckle, mit sich, daß wir fachlich immer die Nase
vorn haben müssen. Durch die Tätigkeit als Autoren, zum einen im Fachbuch “Theorie und Praxis der Med. Fußpflege” (Georg Eckle), zum anderen regelmässig in der
Fachzeitschrift “Podologie” ist man steht’s gefordert. Die überaus fruchtbare Zusammenarbeit von Vater und Sohn, liess neue Techniken, wie z. B. die Nagelvollprothese nach Eckle, entstehen.
Anwendungen, wie die Silikon-Abdrucktechnik wurden durch den Abdrucklöffel nach Eckle entscheidend verbessert.
Eine Reihe namhafter Fachfirmen in unserem Tätigkeitsbereich schätzen unsere Erfahrung und Meinung. Neue Produkte werden in der Praxis erprobt
und erhalten hier, bevor sie auf den Markt kommen, den letzten Schliff.
Aktuelle Weiterbildung z. B. auf dem Thema “diabetisches Fußsyndrom” gewährleisten, dass unsere Patienten bei uns in den besten Händen sind.
Den grössten Ausbildungsaufwand bewältigte Günter Eckle, als er 1996 das Examen zum Staatlich geprüften med. Fußpfleger bestand. Dieser Titel ist
der höchste Ausbildungsgrad in Deutschland und dem internationalen Titel “Podologe” gleichgestellt. Es gibt in der BRD bisher nur sehr wenige
Persönlichkeiten, die diese Berufsbezeichnung führen dürfen, im Gegensatz zu den Tausenden von Fußpflegern mit “Schmalspurausbildung”. Durch das Angebot spezieller Verfahren in der med. Fußpflege, wie z.B. die Nagelkorrekturspangentechnik, (Korrektur eingerollter Nägel) Nagelvollprothese nach Eckle ( Wiederherstellung des Nagelfalzes) Orthesentechnik (Silikon-Druckentlastungen), kommen die Patienten von
weit her in unsere Praxis (z. B. der Konsul von Monaco).
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Im Fachbereich der Massage-Praxis zeigen Sonder- ausbildungen zum Sportphysiotherapeut, Lymphtherapeut, Fußreflexzohnentherapeut, dass sich die Eckle’s auch hier fachlich fit gehalten haben.
Ausdrücklichen Wert legen wir auf die manuelle Betreuung unserer Patienten. In der Neuzeit ist ja die Krankengymnastik sehr in den Vordergrund gestellt worden. Ohne Zweifel hat sie dort ihren Bereich, wo es
um Kräftigung, Schulung, Mobilisierung geht. Überall, wo aber das Grundproblem in einer verspannten, nicht mehr gut durchbluteten, einseitig
überlasteten Muskulatur liegt, ist und bleibt die Massage das Mittel der Wahl für die Therapie, und ist der KG vorangestellt. Wir vertreten auch hier
leidenschaftlich die Meinung, daß die Patienten, wenn es um Massage geht, bei einem Masseur mit langjähriger Erfahrung am Besten beraten sind. Masseure haben ihr Handwerk noch mit grösster Gründlichkeit und
Überzeugung gelernt. Im Berufsbild des KG ist Massage nur ein Nebenfach.
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Was den Bereich Praxisausstattung anbetrifft, sind wir in vielen Fällen beispielgebend. Hier wäre in der Fußpflege die
Nasstechnik zu nennen, die bei den Schleifarbeiten am Fuß zum Einsatz kommt. Die hohe Drehzahl der
Spezialmotoren, verbunden mit dem kühlenden Wassernebel, macht die Behandlung wesentlich angenehmer und effektiver. Ein Brenngefühl, wie es sonst bei ausgiebiger Schleifarbeit wahrgenommen wird, kann nicht mehr
entstehen.
Seit ungefähr einem Jahr kommt in unserer Praxis die Lasertechnik zum
Einsatz. Durch den Laser können wir massiv gebündelte Energie (150 mal mehr als durch den Zellstoffwechsel) den einzelnen Zellen zuführen. Das bedeutet,
dass sich die Zellen durch den Energieüberschuss sehr viel schneller teilen können und damit die Regeneration enorm angeregt wird. Einerseits wird der Laser in der Massageabteilung eingesetzt, zur
Unterstützung der Therapie. Zum anderen, bei der med. Fußpflege, hauptsächlich zur Anregung der Wundheilung, z.B. beim entzündlich eingewachsenen Nagel, sowie zur Behandlung der Fußsohlenwarze.
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Quasi, als unser Jubiläumsgeschenk, haben wir die grösste und
aufwendigste Investition in der Neuzeit gemacht, und zwar auf dem Gebiet der Instrumentenhygiene. Durch den Kauf eines Reinigungs-und Thermodesinfektionsautomaten
der Firma Miele, erreichen wir den höchsten Desinfektionsstandard bei unseren Instrumenten, wie es ihn sonst nur z. B. in fortschrittlichen Zahnarztpraxen oder im Krankenhaus gibt.
Durch dieses Gerät und den Kauf von einer grösseren Anzahl Instrumentensätzen, sind wir in der Lage, dass nun jeder Patient einen eigenen,
hygienisch optimal behandelten Instrumentensatz bekommt. Diesen Service kann in weitem Umkreis keine andere Praxis bieten.
Lieber Patient, für Sie bedeutet dies das höchste Mass an Sicherheit vor Infektionskrankheiten, im Zeitalter von Aids, Hepatitis, um nur einige zu nennen. Gerade für Diabetiker ist die Behandlung mit hygienisch
einwandfreien Instrumenten besonders wichtig.
Dieser hohe Standard hat aber auch seinen Preis. Zum einen für den Erwerb der Instrumentensätze und der Maschine, aber auch für die laufenden
Aufwandskosten. Hier rechnen wir mit Ihrem Einverständnis, dass wir bei der anstehenden Preisanpassung ab April 2000, für die komplette Fußpflegebehandlung, inklusive dieses aussergewöhnlichen Service 40.-
DM berechnen.
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Liebe Patientin ! Lieber Patient !
Wir hoffen nun, dass wir Ihnen mit diesen Seiten einen interessanten Einblick in unsere Arbeit, in unser Lebenswerk bieten konnten.
Wir wünschen Ihnen Alles Gute für Ihre Gesundheit, auf dass wir noch lange Zeit für Sie da sein dürfen.
Liebe Grüsse !
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